WHO bestätigt: Tunesien hat Trachom als Gesundheitsproblem eliminiert
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Tunesien offiziell für die Eliminierung von Trachom als Gesundheitsproblem anerkannt. Dieser Meilenstein ist das Ergebnis jahrzehntelanger nationaler Anstrengungen.

Genf/Kairo/Tunis – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Tunesien offiziell die Eliminierung von Trachom als Gesundheitsproblem bestätigt. Diese bedeutende Errungenschaft ist das Ergebnis jahrzehntelanger konsequenter nationaler Bemühungen und unterstreicht das langfristige Engagement des Landes für die öffentliche Gesundheit.
Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor, gratulierte Tunesien zu diesem historischen Erfolg. „Die Eliminierung von Trachom zeigt, was langfristiges politisches Engagement, eine starke Primärversorgung und Teamarbeit erreichen können“, erklärte er. Trachom, eine Augenkrankheit, die unbehandelt zu Blindheit führen kann, war früher in Tunesien endemisch, insbesondere in den südlichen Regionen, wo sie mindestens die Hälfte der Bevölkerung betraf.
Über Jahrzehnte hinweg setzte Tunesien eine umfassende und nachhaltige Strategie zur Bekämpfung von Trachom um. Das Land übernahm und erweiterte die von der WHO empfohlene SAFE-Strategie: Chirurgie für fortgeschrittene Fälle, Antibiotika zur Infektionsbekämpfung, Gesichtshygiene zur Reduzierung der Übertragung und Umweltverbesserungen, insbesondere verbesserter Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen. Landesweite Screening- und Behandlungskampagnen sowie die Integration der Augenheilkunde in die Primärversorgung und Schulgesundheitsprogramme wurden ebenfalls durchgeführt.
Die WHO unterstützt aktiv Programme zur Eliminierung von Trachom als Teil einer breiteren Initiative zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten. Tunesien reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Ländern ein, die diese Ziele verfolgen und zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen. Nach der offiziellen Bestätigung ist ein robustes Überwachungssystem vorhanden, um ein mögliches frühes Wiederauftreten der Krankheit zu erkennen.