Whole Foods baut Angebot an preiswerter Kosmetik aus
Die Amazon-Tochter Whole Foods positioniert sich stärker im Bereich Beauty, um preissensible Kunden mit bezahlbaren Pflegeprodukten zu gewinnen.

In den vergangenen zwei Jahren hat Whole Foods seine Kosmetikabteilungen strategisch umstrukturiert. Mit einem Sortiment von über 100 Marken zielt die Supermarktkette darauf ab, preisbewusste Kunden zu bedienen, die sich von hochpreisigen Luxus-Beauty-Einzelhändlern abwenden.
Der Vorstoß erfolgt in einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem Inflation das Konsumverhalten verändert hat. Laut Kat Stevenson, verantwortlich für das Beauty-Segment bei Whole Foods, reduzieren Kunden ihre Ausgaben zwar in bestimmten Bereichen, verlagern diese jedoch auf Produkte, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Dabei spielen die internen Anforderungen an saubere Inhaltsstoffe eine zentrale Rolle bei der Produktauswahl.
Marktforschungsdaten von Circana stützen diese Strategie: Nur noch ein Bruchteil der Kunden setzt einen hohen Preis automatisch mit besserer Qualität gleich. Während der Markt für Prestige-Kosmetik stagniert, wächst das Interesse an zugänglicheren, aber hochwertigen Alternativen. Whole Foods nutzt diesen Umstand, um sich als Alternative zu Fachgeschäften zu etablieren.
Für unabhängige Beauty-Marken bietet die Kette einen neuen Absatzkanal, ohne die hohen Eintrittsbarrieren und Exklusivitätsvorgaben, die bei großen Kosmetikkaufhäusern üblich sind. Damit reagiert Whole Foods auf die Marktsättigung und bietet Herstellern eine Plattform in einem frequenzstarken Umfeld.