Wikimedia Foundation fordert differenzierte rechtliche Einordnung von KI-Training
Die Wikimedia Foundation warnt in einer Stellungnahme zu laufenden Urheberrechtsklagen vor den Auswirkungen einer zu starren Rechtsprechung auf die offene Web-Infrastruktur.

Die Wikimedia Foundation hat sich in einem amicus curiae-Schriftsatz zu den laufenden Rechtsstreitigkeiten zwischen Verlagen, darunter The New York Times, sowie KI-Entwicklern wie OpenAI und Microsoft positioniert. Die Stiftung argumentiert, dass Gerichte strikt zwischen der Nutzung urheberrechtlich geschützter Daten für das KI-Training und der Generierung von Inhalten durch KI-Chatbots unterscheiden müssen.
Die Stiftung äußert die Sorge, dass eine einseitige gerichtliche Entscheidung den digitalen Informationsraum gefährden könnte. Eine zu restriktive Auslegung könnte die Entwicklung nützlicher KI-Anwendungen blockieren, während eine zu lockere Handhabung die Rechte von Urhebern untergraben würde.
Durch diese Intervention versucht Wikimedia, eine Balance zwischen dem öffentlichen Nutzen der KI-Forschung und dem Schutz geistigen Eigentums zu wahren. Das Ziel ist es, den offenen Charakter des Internets zu bewahren und gleichzeitig die rechtlichen Rahmenbedingungen für neue Technologien zu schärfen.