Wackeliges Lego-Modell deckt häufigen Produktfehler auf
Zu funktionsreiche Produkte können neue Benutzer überfordern. Laut Experte Soren Kaplan erleichtern gestaffelte Funktionen und eine klare Ersterfahrung die Einführung.

Produkte mit zu vielen Funktionen laufen Gefahr, neue Benutzer abzuschrecken, so der renommierte Experte und Autor Soren Kaplan. Insbesondere bei Produkten, die sich an junge oder ältere Zielgruppen richten, sind Einfachheit und eine schrittweise Einführung von Funktionen entscheidend für eine erfolgreiche Akzeptanz.
Kaplan zieht Parallelen zu sogenannten „dummen Handys“ für Kinder, die den Zugang zum Internet und zu sozialen Medien einschränken. Diese Geräte ermöglichen es Eltern, die Geschwindigkeit zu kontrollieren, mit der ein Kind die digitale Welt erkundet. Ein solcher Ansatz hilft neuen Benutzern, sich von Anfang an mit dem Gerät sicher und kompetent zu fühlen.
Er hebt auch ein Beispiel für ein Seniorenhandy hervor, bei dem einzelne Tasten durch Fotos von geliebten Menschen ersetzt wurden. Das Drücken eines Fotos leitete einen Anruf an diese Person ein und beseitigte die Notwendigkeit, Nummern auswendig zu lernen oder Menüs zu durchsuchen. Dieses Design machte das Gerät sofort benutzerfreundlich und vertrauenserweckend.
Unternehmen wie Gabb und Bark Phone verfolgen eine ähnliche Strategie. Sie bieten Geräte an, deren Funktionen schrittweise entsprechend den Bedürfnissen des Benutzers oder Eigentümers erweitert werden können. Diese kontrollierte Einführung stellt sicher, dass Benutzer nicht von der Funktionsvielfalt überwältigt werden und das Produkt in ihrem eigenen Tempo erkunden können.
Kaplan betont, dass Produktentwickler verstehen müssen, dass die Anzahl der Funktionen nicht automatisch den Bedürfnissen der Kunden entspricht. Der erste Eindruck und ein reibungsloser Einstieg sind entscheidend für eine nachhaltige Benutzerbindung.