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Frauen als frühe Investoren: Eine vergessene Finanzgeschichte

Entgegen moderner Darstellungen waren Frauen in den USA seit Jahrhunderten aktive Investoren und Verwalterinnen von Haushaltsfinanzen. Ihre Beteiligung reicht weit vor moderne Finanzberatung zurück.

16. Juli 2026
Frauen als frühe Investoren: Eine vergessene Finanzgeschichte

Entgegen populärer Erzählungen, die nahelegen, Frauen hätten die Finanzwelt erst kürzlich für sich entdeckt, enthüllen historische Belege eine lange und aktive Tradition von Frauen als Investorinnen und Finanzmanagerinnen in den Vereinigten Staaten.

Jahrhundertelang, insbesondere vor dem 20. Jahrhundert, verwalteten Frauen häufig die Haushaltsbudgets, bezahlten Rechnungen und überwachten Familieninvestitionen. Obwohl Gesetze bis 1974 die Zustimmung des Ehepartners für Kreditanträge verheirateter Frauen vorschrieben, bedeutete dies nicht ihre finanzielle Passivität; vielmehr fiel die Verwaltung des Familienvermögens oft auf sie.

Historische Dokumente, wie das "The Housekeeper's Book" von 1837, beschreiben explizit die Verantwortung der Frauen für die "Pflege ihres Geldbeutels", was ihre direkte Rolle für das finanzielle Wohlergehen der Familie unterstreicht. Frauen tätigten komplexe Finanztransaktionen, einschließlich der Verwaltung von Nachlässen, Spekulationen mit Grundstücken und Investitionen in verschiedene Wertpapiere.

Abigail Adams, die Frau von John Adams, veranschaulicht dieses historische Engagement. Während der Amerikanischen Revolution investierte sie geschickt in abgewertete Staatsanleihen, die sie später mit erheblichem Gewinn verkaufte, und zeigte damit eine ausgefeilte Anlagekompetenz, die mit modernen Finanzprofis vergleichbar ist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellten Frauen einen erheblichen Teil der Aktien- und Anleihenmärkte dar und besaßen beträchtliche Anteile an großen Unternehmen. Sie traten auch in Finanzberufe ein, agierten als Maklerinnen und Finanzberaterinnen lange vor den 1970er Jahren und stellten damit die Wahrnehmung ihrer begrenzten historischen finanziellen Beteiligung in Frage.

Originalquelle: fastcompany.com