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Mitarbeiter "ärgern" sich ins Homeoffice – Berater warnen

Eine Analyse von Korn Ferry zeigt, dass Mitarbeiter absichtlich für Reibungen am Arbeitsplatz sorgen, um Regelungen für Heimarbeit zu sichern, während Unternehmen verstärkt ins Büro zurückfordern.

23. Juli 2026
Mitarbeiter "ärgern" sich ins Homeoffice – Berater warnen

Einige Mitarbeiter setzen Berichten zufolge auf eine Strategie der gezielten Störung des Arbeitsplatzes, um sich Vorteile für die Remote-Arbeit zu sichern oder zu erhalten, so die Unternehmensberatung Korn Ferry. Diese Taktik gewinnt an Bedeutung, da Unternehmen zunehmend eine Rückkehr ins Büro fordern.

Der Blogbeitrag von Korn Ferry mit dem Titel "A New Career Strategy: Be Insufferable?" untersucht das Verhalten eines archetypischen Mitarbeiters, der als 'Bob' bezeichnet wird und darauf abzielt, persönliche Ziele durch störendes Verhalten im Büro zu erreichen. Dies umfasst passiv-aggressives Verhalten wie Zuspätkommen zu Besprechungen, Unterbrechungen von Diskussionen und Infragestellung der Gültigkeit oder Nützlichkeit von Aufgaben oder Unternehmensprojekten.

"Unangenehme Mitarbeiter stellen fest, dass ihr weniger als freundliches Verhalten für sie einen Vorteil haben kann: die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten", heißt es in dem Beitrag. Führungskräfte, die Rückkehr-ins-Büro-Richtlinien durchsetzen, sind möglicherweise weniger geneigt, auf regelmäßige Anwesenheit von desinteressierten Mitarbeitern zu bestehen.

Die Experten von Korn Ferry warnen jedoch davor, dass die Gewährung von Homeoffice zur Beschwichtigung solcher Mitarbeiter erhebliche Risiken birgt. Es kann unbeabsichtigt negatives Verhalten belohnen, Groll bei produktiven Kollegen wecken und die breitere Rückkehr-zur-Büro-Strategie des Unternehmens untergraben. Die Beratung rät Führungskräften, den wahrgenommenen Frieden sorgfältig gegen die potenziellen negativen Folgen abzuwägen.

Unternehmen werden aufgefordert zu prüfen, ob die erzielte Harmonie die Risiken der Normalisierung unerwünschten Verhaltens aufwiegt, und die langfristige Rentabilität der Bindung solcher störender Mitarbeiter unabhängig von ihrem Arbeitsort zu bewerten. Die zugrunde liegenden Probleme, die das Verhalten verursachen, können auch bei Remote-Arrangements bestehen bleiben.

Originalquelle: fastcompany.com