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Professionelle Dienstleistungen

Ausgrenzung am Arbeitsplatz reduziert Produktivität und Kreativität

Eine neue Studie zeigt, dass 71 % der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz ausgegrenzt werden. Diese Wahrnehmung beeinträchtigt die Arbeitsleistung und Kreativität erheblich.

2. September 2026
Ausgrenzung am Arbeitsplatz reduziert Produktivität und Kreativität

Das Gefühl der Ausgrenzung am Arbeitsplatz – die Wahrnehmung, von Kollegen oder Vorgesetzten ignoriert oder ausgeschlossen zu werden – betrifft 71 % der Arbeitnehmer. Umfangreiche Beweise zeigen, dass dies zu schlechter Arbeitsleistung und geringerer Kreativität beiträgt.

Eine neue Studie im Fachjournal Scientific Reports liefert eine neuartige Erklärung, warum Ausgrenzung am Arbeitsplatz so schädlich ist: Das Gefühl, von Kollegen verschmäht oder ausgeschlossen zu werden, stört die Fähigkeit der Arbeitnehmer, den Fortschritt zu überwachen, Emotionen zu kontrollieren und sich an zielgerichteten Verhaltensweisen zu beteiligen.

Die Studie befragte fast 500 Angestellte im Dienstleistungssektor in Indien. Die Ergebnisse bestätigten frühere Studien, die gezeigt hatten, dass eine solche Ausgrenzung die Arbeitsleistung beeinträchtigt und dass das allgemeine Mitarbeiterengagement diese verbessert. Die Daten zeigten jedoch auch, dass Ausgrenzung die Arbeitsleistung von hoch engagierten Mitarbeitern genauso stark beeinträchtigt wie die von weniger engagierten, was darauf hindeutet, dass selbst engagierte Mitarbeiter nicht immun gegen die Auswirkungen sind.

Dies liegt möglicherweise daran, dass das Gefühl, von Kollegen ausgeschlossen zu werden, direkt „selbstregulierende“ Prozesse wie Zielsetzung, Emotionskontrolle und Aufmerksamkeitsregulation stört, die für die Leistung unter Stress entscheidend sind, argumentieren die Autoren. „Ausgrenzung kann die Fähigkeit der Mitarbeiter beeinträchtigen, ihr Verhalten effektiv zu überwachen und zu regulieren, da psychologische Ressourcen auf die Interpretation und Bewältigung sozialer Ablehnung umgeleitet werden, anstatt auf die Aufgabenerfüllung“, schreiben sie.

Die Ergebnisse legen nahe, dass organisatorische Bemühungen zur Förderung des Mitarbeiterengagements möglicherweise nicht ausreichen, um die Auswirkungen der Ausgrenzung auszugleichen. Stattdessen sollten Unternehmen laut den Autoren darauf abzielen, ausgrenzendes Verhalten von vornherein zu eliminieren. Die Autoren schlagen vor, dass Engagement-Initiativen durch direkte Anstrengungen zur Identifizierung und Reduzierung ausgrenzenden Verhaltens, zur Stärkung der Kommunikation und zur Förderung inklusiver zwischenmenschlicher Normen ergänzt werden sollten.

Originalquelle: fastcompany.com