Welt scheitert bei der Bewältigung der Demenz-Herausforderung
Nur ein Viertel der Länder weltweit verfügt über eine nationale Politik oder einen Plan zur Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Familien, so ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation. Die Zahl der Demenzerkrankten steigt erheblich an.

Weltweit hat nur jedes vierte Land eine nationale Politik, Strategie oder einen Plan zur Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Familien eingeführt, wie aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht.
Der Bericht hebt eine wachsende Zahl von Menschen hervor, die mit Demenz leben, weltweit geschätzt über 55 Millionen. Diese Zahl wird voraussichtlich auf 78 Millionen bis 2030 und 139 Millionen bis 2050 steigen. Die globalen Kosten für Demenz wurden 2019 auf 1,3 Billionen US-Dollar geschätzt und werden voraussichtlich 1,7 Billionen US-Dollar bis 2030 erreichen.
Die Notwendigkeit, die nationale Unterstützung für die Demenzversorgung sowohl für Patienten als auch für Pflegekräfte zu stärken, wird in dem Bericht betont. Der Zugang zu Dienstleistungen und Hilfsmitteln ist jedoch in einkommensstarken Ländern im Vergleich zu Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen stärker verbreitet.
Zur Verbesserung der Forschungsbemühungen zielt eine neue WHO-Initiative darauf ab, die Demenzforschung besser zu koordinieren, wobei die Finanzierung insbesondere in einkommensstarken Ländern deutlich zugenommen hat. Es wurden Fortschritte bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Demenz durch verschiedene Kampagnen in verschiedenen Regionen erzielt.