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Wissenschaft

Größtes Sonnenteleskop erfasst Wirbel auf der Sonnenoberfläche

Das Daniel K. Inouye Solar Telescope hat erfolgreich Kelvin-Helmholtz-Instabilitäten auf der Sonnenoberfläche beobachtet. Diese Entdeckung könnte das Verständnis des Energietransports in der Sonnenatmosphäre verändern.

7. August 2026
Größtes Sonnenteleskop erfasst Wirbel auf der Sonnenoberfläche

Das Daniel K. Inouye Solar Telescope, das größte Sonnenobservatorium der Welt auf Hawaii, hat erstmals Kelvin-Helmholtz-Instabilitäten auf der Sonnenoberfläche eindeutig nachgewiesen. Dieses Phänomen, bei dem Grenzschichten zwischen Fluiden unterschiedlicher Geschwindigkeit zu Wirbeln aufrollen, ist seit den 1860er Jahren bekannt.

Wissenschaftler vermuteten seit langem, dass ähnliche Prozesse im Sonnenplasma stattfinden, ihre geringe Größe erschwerte jedoch die Detektion. Bisherige Teleskope mit Spiegeln unter zwei Metern Durchmesser konnten diese Strukturen nicht auflösen. Der Vier-Meter-Spiegel des Inouye-Teleskops ermöglicht nun detaillierte Beobachtungen.

Ein Forschungsteam unter der Leitung von David Kuridze und Friedrich Wöger vom National Solar Observatory berichtet, dass diese Plasma-Wirbel auf der Sonnenoberfläche allgegenwärtig sind. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass dies die aktuellen Modelle für den Transport von Wärme, Masse und magnetischer Energie durch die Sonnenatmosphäre verändern könnte.

Diese Beobachtung eröffnet neue Wege zur Erforschung der Sonnendynamik und komplexer atmosphärischer Prozesse, was potenziell die Vorhersage von Weltraumwetter und Sonnenaktivität beeinflussen kann.

Originalquelle: arstechnica.com