Chemiepark Zeitz erhält 18 Millionen Euro für Ausbau und neue Arbeitsplätze
Der Chemie- und Industriepark Zeitz erhält rund 18 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land. Das Geld soll für die Sanierung von Industriebrachen, den Ausbau der Infrastruktur und die Schaffung neuer Arbeitsplätze verwendet werden.

Der Chemie- und Industriepark Zeitz profitiert von einer bedeutenden Investition in Höhe von rund 18 Millionen Euro. Die Fördermittel, die vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt bereitgestellt werden, sind für die Sanierung von Industriebrachflächen, den Ausbau der Versorgungsinfrastruktur und die Ansiedlung neuer Unternehmen vorgesehen. Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) übergab die Förderbescheide.
Im Rahmen des Projekts sollen 15 Hektar Industriebrache von Altlasten befreit und für neue Nutzungen vorbereitet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Infrastruktur, um die Attraktivität des Standorts für bestehende und neue Unternehmen zu steigern. Ziel ist es, die Ansiedlung weiterer Firmen zu fördern und somit die wirtschaftliche Entwicklung der Region voranzutreiben.
Die Betreibergesellschaft Infra-Zeitz verfolgt das Ziel, den Standort als Zentrum für nachhaltige und biobasierte Chemie weiter zu etablieren. Geschäftsführer Christoph Hansel sieht darin eine strategische Chance für die deutsche Chemieindustrie, indem petrochemische Produkte zunehmend durch solche aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt werden.
Die Investition unterstützt den Strukturwandel in der ehemaligen Braunkohleregion. Der Chemiepark Zeitz wird dadurch zu einem wichtigen Akteur bei der Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Industrie. Geplant ist unter anderem die Errichtung einer Produktionsanlage für biobasierte Lösungsmittel, die unter Verwendung von Reststoffen aus der Zuckerproduktion entstehen.
Derzeit sind im Chemiepark Zeitz über 50 Unternehmen ansässig und rund 1.000 Menschen beschäftigt. Durch die geplanten Investitionen und den Infrastrukturausbau, einschließlich der Modernisierung von Bahnstrecken, wird erwartet, dass sich die Zahl der Arbeitsplätze in den kommenden Jahren auf 2.000 verdoppeln wird.