Zepto setzt Börsengang wegen Bewertungsbedenken aus, plant Vorbörsenfinanzierungsrunde
Das Quick-Commerce-Startup Zepto hat seine Börsengangspläne auf Eis gelegt und plant stattdessen eine Vorbörsenfinanzierungsrunde, um rund 1.000 Crore Rupien (ca. 105 Mio. USD) aufgrund von Bewertungsbedenken einzusammeln.

Das indische Quick-Commerce-Startup Zepto hat Berichten zufolge seine Pläne für einen Börsengang (IPO) auf Eis gelegt. Das Unternehmen konzentriert sich nun darauf, rund 1.000 Crore Rupien (ca. 105 Millionen US-Dollar) durch eine Vorbörsenfinanzierungsrunde zu beschaffen. Dieser Schritt wird auf Meinungsverschiedenheiten über die Unternehmensbewertung zurückgeführt.
Quellen deuten darauf hin, dass Zepto Verhandlungen mit institutionellen Investoren über die Bewertung für den Börsengang geführt hat. Die Investoren sollen das Startup jedoch deutlich niedriger bewertet haben als erwartet, nämlich zwischen 2,5 und 3 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag liegt erheblich unter den früheren Erwartungen des Unternehmens und weniger als die Hälfte seiner Bewertung von 7 Milliarden US-Dollar im privaten Markt, die im Oktober 2025 erreicht wurde.
Die Vorbörsenfinanzierungsrunde wird voraussichtlich hauptsächlich inländische Investoren umfassen. Bestehende Investoren, darunter Glade Brook und General Catalyst, könnten sich jedoch ebenfalls beteiligen. Gemäß den aktuellen Vorschriften können Unternehmen bis zu 20 % ihres geplanten neuen Emissionsvolumens durch eine Vorbörsenplatzierung beschaffen, wobei der Betrag vom nachfolgenden Börsengang abgezogen wird.
Das Unternehmen operiert in einem hart umkämpften Quick-Commerce-Markt und steht im Wettbewerb mit Unternehmen wie Blinkit, Swiggy Instamart und den Quick-Commerce-Sparten von Amazon und Flipkart. Alle diese Akteure investieren stark in Infrastruktur, Rabatte und Kundenakquise. Zeptos Nettoverlust stieg im letzten Geschäftsjahr, obwohl sein Betriebsumsatz sich fast verdoppelte.
Die Entwicklung platziert Zepto inmitten einer wachsenden Zahl von Technologieunternehmen, die ihre Börsengangstermine in diesem Jahr verschoben haben. Faktoren wie Marktbedingungen und Bewertungsbedenken haben dazu geführt, dass auch andere Unternehmen wie Curefoods und PhonePe ihre Börsengänge verschoben haben.