Zerodha baut andere Einnahmen aus, während das Maklergeschäft stagniert
Die indische Maklerplattform Zerodha kämpft mit rückläufigen Maklerumsätzen aufgrund regulatorischer Änderungen und veränderten Anlegerverhaltens und setzt auf Zinseinnahmen und andere Dienstleistungen.

Der indische Aktienmakler Zerodha steht vor Herausforderungen, da sein Kerngeschäft mit Maklerdienstleistungen aufgrund regulatorischer Beschränkungen und veränderten Anlegermustern ein langsameres Wachstum verzeichnet. Dies hat zu einem Rückgang der Maklerumsätze und einer Verringerung der Handelsaktivitäten geführt.
Die Maklerumsätze von Zerodha sanken im Geschäftsjahr 2026 um 10,4 %, wobei auch die Netto-Transaktionsgebühren aufgrund neuer SEBI-Vorschriften auf null zurückgingen. Während die Gesamteinnahmen weitgehend unverändert blieben, verzeichnete das Unternehmen einen geringfügigen Gewinnanstieg, der auf eine Verlagerung der Einnahmequellen zurückzuführen ist.
Zerodha setzt zunehmend auf nicht-maklerbezogene Einnahmequellen, darunter Zinserträge aus Barmittelbeständen und Gebühren für verspätete Zahlungen. Auch das Vermögensverwaltungsgeschäft trägt zunehmend zu den Gebühreneinnahmen bei, was auf eine strategische Abkehr von traditionellen Handelsgebühren hindeutet.
Etwa 40 % der Bruttoumsätze von Zerodha im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stammten aus Geschäften außerhalb seiner Kerntrading-Plattform. Das Unternehmen hat sich auch auf seine Margin-Trading-Fazilität (MTF) konzentriert, die zu einem bedeutenden Einnahmequelle geworden ist und etwa 10 % der Gesamteinnahmen ausmacht. Diese Diversifizierung zielt darauf ab, den Rückgang des primären Maklergeschäfts auszugleichen.