ZEW-Analyse bestätigt positive Wirkung des KfW-Förderprogramms für Digitalisierung und Innovation
Eine ZEW-Analyse bestätigt, dass das ERP-Digitalisierung- und Innovationsfinanzierungsprogramm der KfW die Digitalisierung und Innovation bei deutschen KMU wirksam gefördert hat.

Die KfW, Deutschlands staatliche Förderbank, hat positive Ergebnisse einer externen Evaluierung ihres ERP-Programms für Digitalisierung und Innovation veröffentlicht. Die Analyse des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) umfasst den Zeitraum vom Programmstart bis Ende 2019 und konzentriert sich auf die Auswirkungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Die ZEW-Analyse kommt zu dem Schluss, dass das Förderprogramm das Innovationspotenzial von KMU erfolgreich in Wirtschaftswachstum umgewandelt hat und eine effiziente Nutzung öffentlicher Mittel zeigt. Zwischen 2017 und 2019 wurden 1.603 Kredite mit einem Gesamtvolumen von 3,58 Milliarden Euro vergeben. Rund 45 Prozent dieser Mittel flossen in Digitalisierungsprojekte, 43 Prozent in innovative Unternehmen und 12 Prozent in Innovationsvorhaben.
Die umfassende ZEW-Studie, die Unternehmensbefragungen und kausale Analysen beinhaltete, zeigte signifikante positive Effekte für die geförderten KMU. Dem Programm wird zugeschrieben, zusätzliche Innovationsausgaben von 1,2 Milliarden Euro und Investitionen in Sachanlagen von 1,9 Milliarden Euro mobilisiert zu haben. Darüber hinaus wurden schätzungsweise 14.500 neue Arbeitsplätze geschaffen und der Jahresumsatz um zusätzliche 1,9 Milliarden Euro gesteigert. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe verzeichneten geförderte Unternehmen über einen Zeitraum von zwei Jahren einen Anstieg der Mitarbeiterzahl um 8,1 Prozentpunkte und der Umsatzerlöse um 9,7 Prozentpunkte mehr.
Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW, betonte die Bedeutung des Programms für die deutsche Innovationsförderung. "Die von uns eingesetzten öffentlichen Mittel erzielen die beabsichtigte positive Wirkung und stellen sicher, dass deutsche KMU in Digitalisierung und Innovation investieren können", sagte Hengster. "Dies ist entscheidend für den Strukturwandel, die digitale Transformation und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands."
Die Evaluierung ergab, dass 15 Prozent der geförderten KMU die Förderung der KfW als essenziell für die Projektdurchführung ansahen. Fast die Hälfte berichtete, dass die Mittel zu höheren technologischen Standards oder einem größeren Neuheitsgrad beigetragen haben. Die geförderten Aktivitäten stärkten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, insbesondere durch erhöhte Effizienz, verbesserte Produktqualität und Kosteneinsparungen. Die Mehrheit der Unternehmen wurde über ihre Hausbanken zur Antragstellung ermutigt, was auf einen effektiven Vertriebskanal hindeutet.