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Technologie

Zillows Technikchef: KI-ROI erfordert Messung vor dem Bau

Das Immobilien-Technologieunternehmen Zillow betont die Notwendigkeit, den ROI von KI-Projekten vor der Entwicklung zu messen und legt den Fokus auf durchgängigen Kontext statt nur auf Datensammlung.

20. Juli 2026
Zillows Technikchef: KI-ROI erfordert Messung vor dem Bau

Toby Roberts, Senior Vice President of Engineering bei Zillow, hat erklärt, dass der Return on Investment für künstliche Intelligenz (KI) nur dann nachweisbar ist, wenn die Messungen bereits vor Beginn der Entwicklungsarbeiten etabliert sind. Bei der Veranstaltung VB Transform 2026 hob Roberts Zillows Vorgehensweise hervor und betonte, dass die eigentliche Herausforderung nicht in der Datenerfassung liegt, sondern in der Schaffung eines persistenten Kontexts über die gesamte Kundenreise.

Roberts erläuterte, dass die Kunden von Zillow, einem Unternehmen für Immobilientechnologie, über verschiedene Kanäle und mit unterschiedlichen Fachleuten interagieren – von einem Smartphone-Bildschirm über einen Kreditberater bis hin zu einem Immobilienmakler, oft über Monate oder Jahre hinweg. Sie erwarten dabei einen nahtlosen Informationsfluss. Ein einzelner Chatbot kann diese Komplexität nicht bewältigen, was Zillow dazu veranlasste, eine eigene KI-Architektur zu entwickeln, die diesen Kontext über den gesamten Prozess hinweg aufrechterhalten kann.

Anfänglich konzentrierten sich Zillows KI-Bemühungen auf den Aufbau einer soliden Datenbasis, einschließlich eines Data-Mesh-Ansatzes, klarer Datenherkunft und einer Governance-Struktur mit Berechtigungen. Die größere Herausforderung erwies sich jedoch als die Entwicklung eines Systems, das sich den Kontext der Kundenreise merkt und diesen über verschiedene Berührungspunkte hinweg beibehält.

Anstatt Kunden durch eine einzelne Modell-API zu leiten, baute Zillow eine eigene Infrastruktur. Dieser Ansatz nutzt die zwei Jahrzehnte Erfahrung des Unternehmens im Bereich maschinelles Lernen und setzt auf kleinere, aufgaben-spezifische, feinabgestimmte Modelle anstelle eines einzigen, universellen Modells. Zillow setzt intern Tausende von Glean-Agenten zur Bewältigung repetitiver Aufgaben ein, integriert über das Glean MCP Gateway zur Zentralisierung der Bemühungen.

Roberts betonte, dass die Zuordnung signifikanter Gewinne, wie Zillows gemeldeter 40%iger Anstieg des ausgelieferten Codes, der KI zugeschrieben wird, auf bereits vorhandenen Messrahmen wie DORA-Metriken beruht. Er riet Unternehmen, die Kontextverwaltung zu zentralisieren, um doppelte Arbeit zu vermeiden, und Kontext als Kosteneffizienzhebel zu betrachten.

Originalquelle: venturebeat.com