Zoomcar expandiert in Motorradverleih bei wachsenden Verlusten
Der Mietwagenanbieter Zoomcar verzeichnete im ersten Quartal einen Nettoverlust von 5,4 Millionen Dollar und erweiterte gleichzeitig sein Angebot um Motorrad- und Rollervermietungen.

Der Mietwagenanbieter Zoomcar verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026-27 einen Nettoverlust von 5,4 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 29 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Gesamteinnahmen stiegen nur geringfügig um 2 % auf 2,4 Millionen US-Dollar, während der Bruttobuchungswert um 10 % zurückging.
Zoomcar begründet den Rückgang der Buchungen mit einer strategischen Neuausrichtung auf längere, höherwertige Fahrten. Das Unternehmen gibt an, dass eine einzelne längere Fahrt bei ähnlichen Betriebskosten mehr Umsatz generiert. Die Kosten für die Erlöse sanken um 38 %, was zu einer Bruttogewinnmarge von 65 % führte. Dies ist auf verbesserte Versicherungsabdeckungen und Maßnahmen zur Schadensverhütung zurückzuführen.
Trotz dieser operativen Verbesserungen steht Zoomcar vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Das Management hat erhebliche Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens geäußert und verweist auf negatives Netto-Umlaufvermögen und eine kritisch mangelhafte Liquiditätsposition. Das Unternehmen sucht aktiv nach zusätzlicher Fremd- oder Eigenkapitalfinanzierung und setzt Kostensenkungsmaßnahmen um.
Inmitten dieser finanziellen Schwierigkeiten hat Zoomcar sein Mobilitätsangebot erweitert und bietet nun auch Motorrad- und Rollervermietungen in Bengaluru an. Das Unternehmen hat sich zudem mit Uber zusammengetan, um Uber Intercity-Fahrten in seine App zu integrieren und die Optionen für die Nutzer zu erweitern. Zuvor war Zoomcar von der NASDAQ delistet worden und erlitt eine erhebliche Datenpanne.