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Reise

Zuckerbergs Yacht ignoriert Hilferuf in Alaska

Eine Yacht von Meta-CEO Mark Zuckerberg steht in der Kritik, weil sie nicht sofort auf eine Hilfsanfrage eines havarierten Bootes in Alaska reagierte. Die Küstenwache stellte jedoch klar, dass keine Seenot vorlag, wodurch keine rechtliche Verpflichtung zur Hilfeleistung bestand.

11. August 2026
Zuckerbergs Yacht ignoriert Hilferuf in Alaska

Alaska – Eine Yacht im Besitz von Meta-CEO Mark Zuckerberg ist in Alaska in die Kritik geraten, da sie nicht umgehend auf eine Hilfsanfrage eines manövrierunfähigen Kleinboots reagierte. Der Vorfall erlangte öffentliche Aufmerksamkeit, nachdem ein Passagier eines Kreuzfahrtschiffes behauptete, die Yacht habe die Hilfe "verweigert". Die US-Küstenwache stellte jedoch klar, dass sich das kleinere Boot nicht in Seenot befand, wodurch für die Yacht keine rechtliche Verpflichtung zur Hilfeleistung bestand.

Maretimrechtsexperte Ian Ralby erklärte, dass die Hilfspflicht nur in tatsächlichen Notfällen bestehe. "Es ist der Unterschied, ob man den Pannendienst oder den Notruf wählt", sagte Ralby. "Wenn ein Krankenwagen vor Ort benötigt wird, ist das ein Notruf. Wenn man Hilfe beim Starten des Autos braucht, ruft man den Pannendienst." Er betonte, dass zwar beide Szenarien Hilfe erfordern, die rechtlichen Verpflichtungen zur Reaktion jedoch unterschiedlich sind.

Der Vorfall ereignete sich am 3. August. Das 21 Fuß lange Kleinboot des Typs Hewescraft hatte keinen Treibstoff mehr. Die Küstenwache empfing gegen 21:32 Uhr einen ersten Funkspruch und stellte etwa 25 Minuten später fest, dass das Boot sich nicht in Seenot befand. Daraufhin wurde eine Hilfsanfrage ausgesendet, und das Kreuzfahrtschiff Wilderness Legacy reagierte, schleppte das Kleinboot nach Farragut Bay und unterstützte bei der Betankung.

Zuckerbergs Sprecher Brian Baker gab an, dass die Besatzung der Yacht den Funkruf nicht sofort gehört habe. Als sie die Kontaktaufnahme der Küstenwache über einen anderen Kanal bemerkten, war die Hilfe bereits unterwegs. "Wir sind dankbar, dass alle Beteiligten sicher sind", sagte Baker. Zuckerberg und seine Familie befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht an Bord der 387 Fuß langen Yacht namens Launchpad. Der pensionierte Küstenwachenkapitän Aaron C. Davenport bestätigte, dass das Ausgehen des Treibstoffs nach Seerecht keine Seenot darstellt und die Yacht daher keine Verpflichtung zur Hilfeleistung hatte.

Originalquelle: fastcompany.com